Diese Rasse entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in Angeln aus einem alten einheimischen Landschlag. Die Angler haben
innerhalb des deutschen Rotviehs den größten Anteil. Sie werden vorwiegend in der Landschaft Angeln (Schleswig Holstein) gezüchtet, das übrige Rotvieh
in den Höhenlagen von Rheinland Pfalz, Hessen, Westfalen und im Harz - auch wurden sie weltweit exportiert, z.B. nach Argentinien oder Russland.
1936 gab es alleine in Schleswig-Holstein über 80.000 Tiere dieser Rasse und machte etwa 94% des damaligen Gesamtbestandes
aus. Heute sind nur noch etwa 0,5% der Rinderpopulation in Deutschland Anglerrinder.
Zur Verbesserung der Milchleistung wurde zeitweise das Rote Dänenvieh eingekreuzt
Inzwischen steht das Angler Rind alter Zuchtrichtung auf der "Roten Liste" - es gehört zu den vom Aussterben
bedrohten Haustierrassen - weltweit gibt es nur noch etwa 350 bis 400 Tiere dieser Art.